Gedanken zum Tag — 04. Mai 2022 — Mitt­woch der 3. Osterwoche

4. Mai 2022 | Gedanken zum Tag

Der heutige 4. Mai ist der Tag des heiligen Florians. Als ehema­liger römi­scher Soldat sträubte er sich im achten Jahr­hun­dert gegen die Chris­ten­ver­fol­gung und fand schließ­lich den Märtyrertod.
Tradi­tio­nell gedenken wir Feuer­wehr­leute Jahr für Jahr zum „Flori­anstag“ unserem Schutz­pa­tron und bitten um seinen Schutz. Wir feiern zu diesem Tag eine heilige Messe, die von uns entspre­chend gestaltet wird, so auch am kommenden Sonntag.
In diesem Jahr erhalten, nach pande­mie­be­dingter Pause, anschlie­ßend gleich mehrere neue Feuer­wehr­fahr­zeuge den Segen durch Herrn Pfarrer Hammer. Mit dem Segen der Einsatz­fahr­zeuge sollen beson­ders die Kame­raden, welche mit diesen zu Einsätzen ausrü­cken, unter den Schutz des heiligen Florians gestellt werden.
Wie wichtig dieser Schutz sein kann, zeigen immer wieder Unfälle, die sich trotz hoch­mo­derner Technik, Schutz­klei­dung und entspre­chenden Einsatz­tak­tiken leider immer wieder ereignen. War es als junger Feuer­wehr­ka­merad nach der Über­nahme aus der Jugend­feu­er­wehr sicher­lich auch ein Stück weit Aben­teu­er­lust, so ist es heute, als Führungs­kraft, das oberste Gebot für mich, mit allen meinen Kame­raden wieder gesund zum Gerä­te­haus zurück­zu­kehren. Sicher sind unsere Einsätze immer auch mit gewissen Risiken verbunden. Hier gilt es immer wieder abzu­wägen, welche Risiken wir eingehen können und welche zu groß sind, sodass der Eigen­schutz Vorrang hat. Gesund bedeutet hierbei nicht nur die körper­liche Unver­sehrt­heit, sondern auch die oft tragi­schen Ereig­nisse und Bilder von der Einsatz­stelle zu verar­beiten. Auch hier gilt es, den Kame­raden eine Stütze zu sein und ihnen immer als Gesprächs­partner zur Seite zu stehen, so wie auch Florian seiner­zeit für seine Mitbürger einstand. Wir glauben an den Schutz des heiligen Florians, der uns und auch unseren Fami­lien Sicher­heit gibt, wenn wir durch den Einsatz­alarm wieder mal plötz­lich aus dem Alltag gerissen werden.
Symbo­lisch für diesen Schutz werden unsere Fahr­zeuge zu Beginn ihrer „Dienst­zeit“ gesegnet – damit alle Einsatz­kräfte mit ihnen stets wieder gesund und wohl­be­halten zurückkehren.

Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!

Matthias Spring­mann
(Gemein­de­mit­glied und Einheits­führer der Einheit Oberveischede)

 

 

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