Gedan­ken zum Tag — 08. Septem­ber 2021, Mitt­woch der 23. Woche im Jahreskreis

8. Sep 2021 | Gedanken zum Tag

Am 10. Septem­ber findet jedes Jahr der Welt­tag der Suizid­prä­ven­ti­on statt. Jedes Jahr ster­ben in Deutsch­land unge­fähr 10.000 Menschen durch Suizid. In Deutsch­land ster­ben mehr Menschen durch Suizid als durch Verkehrs­un­fäl­le, Gewalt­ta­ten und ille­ga­le Drogen zusam­men. Weit mehr als 100.000 Menschen erlei­den jedes Jahr den Verlust eines nahe­ste­hen­den Menschen durch Suizid. [Auszug aus der Inter­net­sei­te www.welttag-suizidpraevention.de]

Der Akti­ons­tag soll die Öffent­lich­keit auf die heut­zu­ta­ge weit­ge­hend verdräng­te Proble­ma­tik der Suizi­da­li­tät aufmerk­sam machen. Damit könn­ten Warn­si­gna­le früher erkannt werden und Berüh­rungs­ängs­te mit diesem Thema redu­ziert werden. Denn jeder Suizid ist einer zu viel.

Die Trau­er nach einem Suizid ist geprägt vom Schmerz des Verlus­tes, von Schuld­ge­füh­len, Schuld­zu­wei­sun­gen und der Frage nach dem Warum. Für Trau­ern­de nach Suizid bietet der Verein „AGUS e.V. – Ange­hö­ri­ge um Suizid“ viel­fäl­ti­ge Unter­stüt­zung in Form von Beratungen,

Infor­ma­ti­ons­ma­te­ri­al, Vermitt­lun­gen in Selbst­hil­fe­grup­pen, Wochen­end­se­mi­na­re etc. an. Die Arbeit des Vereins gibt Menschen Halt, insbe­son­de­re durch die Kompe­tenz und den Austausch auch mit ande­ren Betrof­fe­nen. Ein Ange­bot, welches auch mir wesent­lich gehol­fen hat. Der Verein wird durch das ehren­amt­li­che Enga­ge­ment der Grup­pen­lei­ter, Vorstän­de und Mitglie­der getra­gen. Auch Sie können durch eine Spen­de dazu beitra­gen, die Arbeit des Vereins zu unter­stüt­zen, um die Situa­ti­on für Suizid­trau­ern­de etwas erträg­li­cher zu machen. Weite­re Infor­ma­tio­nen gibt es auf der Inter­net­sei­te www.agus-selbsthilfe.de.

Ich möch­te Sie bitten, am 10.09.2021 eine Kerze in ein Fens­ter zu stel­len, um die Suizid­prä­ven­ti­on zu unter­stüt­zen im Geden­ken an einen durch Suizid verlo­re­nen gelieb­ten Menschen und auch für die Hinter­blie­be­nen eines durch Suizid verstor­be­nen Menschen und damit auch für mich.

Sophie Middel
Gemein­de­mit­glied aus Rhode