Gedanken zum Tag — 27. Juli 2022 — Mitt­woch der 17. Woche im Jahreskreis

Neulich nach einem Geschäfts­termin gingen meine Kollegen und ich zum Mittag­essen in ein Restau­rant. Nachdem wir unsere Bestel­lungen aufge­geben hatten unter­hielten wir uns über allerlei tages­ak­tu­elle Themen. Alsbald wurden die Speisen serviert und wir begannen zu essen.

Einer der Anwe­senden jedoch faltete zunächst die Hände, schloss die Augen und sprach in sich gekehrt ein kurzes, stilles Gebet. Danach aß auch er.

Sein Verhalten hat mir impo­niert. Ein für sich unspek­ta­kulär anmu­tender Moment, und dennoch ist er in der heutigen Zeit recht unge­wöhn­lich. Warum? Weil jemand seinen Glauben ganz selbst­ver­ständ­lich auch im geschäft­li­chen Alltag lebt. Weil jemand Gott vor seinen Mitmen­schen bezeugt.

Glaube und Glau­bens­be­kenntnis, beides gehört für mich untrennbar zusammen. Gott­ver­trauen wächst vor allem dann, wenn innerer Glaube äußer­lich bekannt wird. Jesus Christus hebt ausdrück­lich das öffent­liche Bekenntnis zu ihm hervor. So heißt es bei Lukas 12,8: “Ich sage euch aber: Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschen­sohn vor den Engeln Gottes bekennen.”

Die Kraft unseres öffent­li­chen Glau­bens­be­kennt­nisses kann Mitmen­schen berühren. Dies konnten meine Kollegen und ich eindrucks­voll erfahren. Ich wünsche uns allen die Freude an einem beken­nenden Glauben.

Ihr Lukas Wrede

 

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