Erarbeitung der Pastoralvereinbarung

Evangelisierung – Aus der Taufberufung leben – Gottesdienste – Die Feier der Sakramente – Katechetische Arbeit

bisherige Überlegungen

Liebe Gemeindemitglieder,

am vergangenen Donnerstag (01. März) trafen sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Handlungsfeldgruppen unseres pastoralen Prozesses. Seit Mitte März 2017 finden sich Gemeindemitglieder aus unserem Pastoralverbund zusammen, um in fünf Handlungsfeldgruppen die gegenwärtige Situation unserer Kirchen- und Kapellengemeinden anzuschauen, Ideen für die Zukunft zu entwerfen und nach konkreten Umsetzungsmöglichkeiten Ausschau zu halten.

Diese fünf Handlungsfeldgruppen sind: „Ehrenamt – Engagement aus Berufung“; „Missionarisch Kirche sein – Pastorale Orte und Gelegenheiten“, „Caritas und Weltverantwortung – Diakonisch handeln“, „Kirchenmusik“, „Evangelisierung – Aus der Taufberufung leben – Gottesdienste – Die Feier der Sakramente – Katechetische Arbeit“

Diese letztgenannte Handlungsfeldgruppe stellt Ihnen heute einen Querschnitt ihrer bisherigen Überlegungen vor. Zuvor ein technischer Hinweis: da die Drucklegung dieser Pfarrnachrichten schon vor dem oben genannten Informations- und Austauschtreffen aller Handlungsfeldgruppen lag, konnten die dort gefundenen Ergebnisse an dieser Stelle nicht miteinbezogen werden.

Wie oder auf welcher Grundlage gestaltet sich unser Glaubens- und Gottesdienstleben im Jahreskreis in unseren Kirchen- und Kapellengemeinden? Ausgehend von dieser Frage haben wir die Ergebnisse der Meilenstein-Veranstaltung „Wozu willst du da sein, Kirche von Olpe?“ angeschaut: Wo und in welcher Form sind Menschen gemäß der Berufung aller Getauften engagiert in unseren Eucharistiefeiern und den zahlreichen weiteren Gottesdienstformen, Prozessionen, Wallfahrten, Kirchweih- und Patronatsfesten? Als Lektorinnen und Lektoren, Kommunionhelferinnen und Kommunionhelfer, Messdienerinnen und Messdiener, in Kirchenchören und weiteren musikalischen Ensembles, sowie als haupt- und ehrenamtlichen Küsterinnen und Küster, Organistinnen und Organisten.

Wo setzen wir besondere katechetische Schwerpunkte um die Weitergabe des Glaubens zu ermöglichen? Hier fällt der Blick besonders auf die Vorbereitungswege der Erstkommunion und zum Sakrament der Firmung. Es ist erfreulich, dass sich meistens genügend ältere Jugendliche, (junge) Erwachsene – oft auch Eltern – bereit erklären, als Katechetinnen und Katecheten bei der Vorbereitung der Kinder und Jugendlichen auf Erstkommunion und Firmung mitzuarbeiten. Dieses Engagement ist unverzichtbar, da den Kindern und Jugendlichen an konkreten Personen verdeutlicht wird, dass Glaube auch im späteren Leben von Bedeutung sein kann.

Darüber hinaus setzen sich die Katechetinnen und Katecheten in ihrem Dienst der Glaubenserklärung, -verkündigung und –weitergabe mit ihrer eigenen Religiosität auseinander. Unsere ehrenamtlichen Katechetinnen und Katecheten auch in ihrer eigenen Glaubensauseinandersetzung zu begleiten, erkennen wir als eine wesentliche Aufgabe. Denn gerade durch ihr Engagement lassen sich unsere aktuellen Konzepte der Eucharistie- und Firmvorbereitung, sowie der Tauf- und Ehevorbereitung weiterführen und fortentwickeln.

Genauso im Blick bleiben Wort-Gottes-Feiern und Beerdigungsdienst. Die eigene Auseinandersetzung bleibt wichtig: Inwieweit sind die bisherigen Wege der Sakramentenpastoral in der Lage, Menschen zu erreichen, die entsprechende Angebote suchen? Finden sie in unserem Pastoralverbund Antworten? Werden sie zumindest auf entsprechende Angebote – möglicherweise auch an anderen Orten – aufmerksam gemacht?

Vor diesem Hintergrund überprüfen wir die gegenwärtige Praxis, führen fort, was sich bewährt hat und strengen uns an, auch neue Wege der Glaubensweitergabe zu erkennen und zu gehen. Wir freuen uns auf die weitere Mitgestaltung an der Pastoralvereinbarung für unseren Pastoralverbund und wünschen Ihnen eine gute weitere Fastenzeit! Für die Handlungsfeldgruppe „Evangelisierung“

Rebecca Köster                                     Martin Neuhaus