Lorenz-Jaeger-Haus Sommer­camp 2021

3. Sep 2021 | Allgemein

 

 

 

Norma­ler­wei­se gelten die Sommer­fe­ri­en für die Schüler*innen als heilig, sie dienen der Erho­lung und der Entspan­nung. Das ganze Jahr über wurde in der Schu­le gepaukt und gelernt und der Stress, der mit Klas­sen­ar­bei­ten und Noten hinzu­kommt, macht das Ganze über­haupt nicht leich­ter. Natür­lich ist die Schu­le unglaub­lich wich­tig und oft macht sie auch Spaß, beson­ders nach den länge­ren Schul­schlie­ßun­gen durch Coro­na wurde offen­sicht­lich, was man an der Schu­le eigent­lich vermisst. Vielen Schüler*innen, Eltern und auch Lehrer*innen ist klar gewor­den, dass Schu­le zu Hause gar nicht so viel Spaß macht! Insbe­son­de­re die Schüler*innen waren in der Coro­na-Zeit äußerst betrof­fen und haben manch­mal den Spaß am Lernen verloren.

Das Lorenz-Jaeger-Haus in Olpe bot den Schüler*innen in Koope­ra­ti­on mit bc:Olpe (https://bc-olpe.de) die Möglich­keit, wieder Spaß am gemein­sa­men Lernen zu entwi­ckeln. Fünf Tage lang konn­ten die Kinder im Rahmen des Sommer­camps wich­ti­ge Themen des Alltags und der Gesell­schaft behan­deln. Die Teilnehmer*innen wurden jeden Tag zunächst vom Team der OT begrüßt. Zwei Studie­ren­de beglei­ten sie danach die gesam­te Woche über und über­nah­men zugleich Betreu­ung und Aufsicht. Das eigent­li­che Ange­bot für die Jungen und Mädchen wurde von einzel­nen Dozie­ren­den und ihren Hilfs­kräf­ten über­nom­men, welche jeden Tag wechselten.

Thema des ersten Tages war die Muse­ums­werk­statt. Die Kinder soll­ten mit iPads ein digi­ta­les Plakat erstel­len und beson­de­re Orte aus Olpe aussu­chen, welche irgend­wann in einem Muse­um verewigt werden könn­ten. In verschie­de­nen Grup­pen haben die Teilnehmer*innen ihre ausge­such­ten Orte foto­gra­fiert und in ihren Plaka­ten doku­men­tiert, welche Bedeu­tung diese haben. Am zwei­ten Tag durf­ten die Mädchen und Jungen durch die Aufnah­me eines Stop-Moti­on Films ihrer Krea­ti­vi­tät frei­en Lauf lassen. Dabei wurde mit Hilfe von Lego-Stei­nen, Spiel­fi­gu­ren und weite­ren Mate­ria­li­en ein „Film-Set“ erstellt, welches immer wieder leicht verän­dert und foto­gra­fiert wurde. Am Ende wurden die Fotos mittels einer Stop-Moti­on App wie ein Film abge­spielt. Die Präsen­ta­ti­on der eige­nen Filme hat dabei unglaub­lich viel Spaß berei­tet. Am Mitt­woch hatte der Einsatz neuer Medi­en noch kein Ende.

Während viele der Kinder schon mit iPads gear­bei­tet haben, so haben die wenigs­ten mit 3D-Druckern zu tun gehabt. Die Teilnehmer*innen hatten nun die Möglich­keit, selbst etwas zu erstel­len und mit den 3D-Druckern auszu­dru­cken. Am Laptop durf­ten die Kinder mit „Tinker­cad“ einen Würfel konstru­ie­ren, was ihnen sehr viel Spaß gemacht hat. Sie konn­ten ihre Würfel ganz nach ihren Wünschen konstru­ie­ren und auch hier war ihrer Fanta­sie keine Gren­ze gesetzt.

Außer­dem durf­ten die Jungen und Mädchen eige­ne Geobret­ter erstel­len. Das hieß: Es wurde gehäm­mert! Und eins kann man sagen: Hämmern macht jedem Kind Spaß! Mit den Geobret­tern konn­te man mit Gummi­bän­dern verschie­de­ne geome­tri­sche Formen darstel­len. Hier­bei soll­te anschau­lich das Thema von Flächen­in­hal­ten einzel­ner Figu­ren erkun­det werden. Die Teilnehmer*innen haben das unglaub­lich schnell verstan­den, obwohl sie diese Themen in der Schu­le noch gar nicht bear­bei­tet hatten. Am vorletz­ten Tag wurde ein für die Gesell­schaft wich­ti­ges Thema ange­spro­chen, nämlich das der Umwelt und des Klima­wan­dels. In Expe­ri­men­ten konn­ten die Kinder erkun­den, welche Auswir­kun­gen der Klima­wan­del hat und welche Konse­quen­zen die daraus resul­tie­ren­den Schmelz­pro­zes­se mit sich brin­gen. Zudem konn­te durch ein Quiz der persön­li­che CO2-Abdruck ermit­telt werden und es wurde disku­tiert, wie man diesen verrin­gern kann.

Auf Plaka­ten wurden die Erkennt­nis­se fest­ge­hal­ten. Die Gestal­tung der Plaka­te mach­te beson­ders viel Spaß und auch das Thema des Klima­wan­dels fanden die Mädchen und Jungen unglaub­lich inter­es­sant und wich­tig, beson­ders, da sie lang­fris­tig persön­lich davon betrof­fen sind. Am letz­ten Tag soll­te das Thema Gedich­te und Spra­che behan­delt werden. In einer Aufga­be durf­ten die Teilnehmer*innen erkun­den, mit wie vielen Spra­chen und Dialek­ten sie in ihrem Umfeld zu tun haben. Schnell wurde allen klar, dass man im Alltag durch Schu­le, Freund*innen, Verwand­te und auch Urlaubs­rei­sen mit unglaub­lich vielen Spra­chen zu tun hat. Am Ende durf­ten die Kinder ihre Lieb­lings­ge­dich­te umschrei­ben und dadurch ihr eige­nes Gedicht erstel­len. Auch das zeig­te, wie sagen­haft die Krea­ti­vi­tät und Fanta­sie der Jungen und Mädchen ist. Das Vorstel­len und Vortra­gen ihrer eige­nen Gedich­te mach­te ihnen dementspre­chend viel Spaß!

Das Team des Lorenz-Jaeger-Hauses dankt allen Verant­wort­li­chen und Betei­lig­ten des Bildungs Connec­tor Olpe (bc:Olpe). Es war eine tolle Koope­ra­ti­on, die eine Wieder­ho­lung jeder­zeit wert ist.

Kontakt bc:Olpe: kathrin.holten@uni-siegen.de
Kontakt Lorenz-Jaeger-Haus / OT Olpe: m.scheffel@lorenz-jaeger-haus.de