Sturmtief Sabine sorgte für Novum bei der Agatha-Feier

Orkanböen von bis zum 120 km/h waren für den Zeitraum der Agatha-Prozession am 9. Februar angekündigt worden. Angesichts dieses Bedrohungsszenarios sah sich das Prozessionsgremium mit Pfarrer Clemens Steiling, Vertretern der Freiwilligen Feuerwehr Olpe und der Stadt Olpe zum Schutz aller Beteiligten gezwungen, die Prozession im Freien abzusagen. Das hat es in den letzten Jahrzehnten noch nicht gegeben.

Als Ausgleich wurde die Agatha-Feier in der St.-Martinus-Kirche noch feierlicher als sonst gestaltet.

Viele Olper trotzten den widrigen Wetterverhältnissen, um der Feier beizuwohnen. In seiner Eröffnungsansprache wies Pfarrer Steiling darauf hin, dass der Gedenktag der Seligen Mutter Maria Theresia Bonzel (09.02.), alle paar Jahre mit der äußeren Feier der hl. Agatha (Sonntag nach dem 05.02.) zusammenfällt. Er bedankte sich für den erhaltenen Hinweis, diese Konstellation für die Auswahl der Festpredigt zu nutzen. Mit der Erwählung von Sr. Magdalena Krol, Generaloberin der Franziskanerinnen, konnte eine herausragende Persönlichkeit hierfür gewonnen werden. Gleichzeitig freute er sich, in der langen Reihe der Festredner zum ersten Mal eine Frau für diese Aufgabe präsentieren zu können. „Ich weiß gar nicht, warum ich da vorher nicht schon selber darauf gekommen bin!“ gab er dann auch zum Besten.

Sr. Magdalena Krol gelang es ausgezeichnet, den Bogen von Mutter Maria Theresia Bonzel zur hl. Agatha zu schlagen und dennoch beiden außergewöhnlichen Frauen gerecht zu werden. Mit ihren pointierten Gedanken zog sie die Olper in ihren Bann, der draußen tobende Orkan war für einen Moment vergessen.

 

Bilder u.Text: M. Müller